Weitblick VCP Bundeslager 2017

Das VCP Bundeslager 2017 Stand vor der Tür. Die teilnehmenden Pfadfinder des Stammes Mückenstürmer Bad Hersfeld trafen sich Donnerstag, den 27. August, um ca. 10 Uhr am Stammesheim auf dem Johannesberg. Diesmal mit dabei unser Stammesbus, ein VW T3, mit welchem wir auf das Bundeslager, nach Wittenberg fuhren. Doch bevor wir losfahren konnten, mussten wir den Bus noch einladen. Darunter Zelt- und Küchenmaterial und auch noch andere Kleinigkeiten, wie ein Pool. Nachdem wir alles ordentlich verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg nach Wittenberg. Vor uns lagen ca. 6 Stunden Fahrt und der ein oder andere Stau.

Als wir an dem Zeltplatz ankamen, wurden wir gleich auf einen Parkplatz gelotst. Die Stammesführer meldeten unseren Stamm an und wir trugen anschließend unser Material auf unseren Zeltplatzabschnitt, auf welchen wir mit Hann. Münden und zwei mitteldeutschen Stämmen die 10 Tage als Kochgruppe verbrachten.

Der Zeltplatz war in verschiedene Teillager eingeteilt. Fast jedes Bundesland hatte ein eigenes Teillager. Wir waren im Hessischen Teillager mit dem Namen „Villa Resistenza“. Die einzelnen Teillager waren nochmal in Kochgruppen unterteilt.

Nachdem wir unser gesamtes Material zu unserem Kochgruppen-Abschnitt trugen, sahen wir, dass die Mitteldeutschen schon eingetroffen waren. Wir lernten die ersten von ihnen kennen, denn sie waren so nett und halfen uns unserer Gepäck zu tragen. Nach etwa 30 Minuten traf auch der Stamm Hann. Münden ein, welchen wir schon seit Jahren kennen.

Gemeinsam bauten wir erst die Gruppenleiter- und Gemeinschaftstjurte auf. Schließlich bauten wir die Küchenhochkohte auf, mit der wir einige Schwierigkeiten hatten, denn die Dachplanen waren sehr verzogen. Wir mussten das Küchenzelt zweimal neu aufbauen, bis alles klappte. Danach bauten wir die Kohten auf, was auch nicht problemlos ablief, denn die Heringe blieben nicht gut in der Erde stecken, weil es Tage vor dem Lager durchgehend geregnet hatte.

Nach dem Aufbau wurde auch schon essen gekocht, was aber noch einige Zeit dauerte. Die Zeit nutzen wir um unsere Kohten und Jurten einzurichten. Darauffolgend gab es Essen, Käsespätzle, wie so oft am ersten Lagertag, denn es ist schnell und einfach zu kochen. Wir bildeten einen Essenskreis und fingen an zu Essen. Zwischenzeitlich mussten wir einigen aus Mitteldeutschland noch beibringen, dass man wärend des Essenskreises nicht aufsteht und sitzen bleibt, bis jeder fertig gegessen hat. Nach Auflösung des Essenskreises nutzten wir den restlichen ersten Tag um die anderen 2 Stämme aus Mitteldeutschland kennenzulernen; Stamm Mieste und  Stamm Salzwedel. Zusammen verbrachten wir einen schönen ersten Abend bevor wir schlafen gingen.

Am Morgen wurden wir von der Morgensonne geweckt. Nachdem wir fast alle aufgestanden sind gab es recht schnell schon Frühstück, denn wir mussten noch rechtzeitig zur Teillager Eröffnung, welche gut besucht war. Wir erhielten eine grobe Einführung in das Lagermotto „Weitblick“. Als dies zu Ende war hatten wir bis zum Mittagessen Freizeit. Wir nutzen die Zeit um unseren Pool aufzublasen. Schnell meldete sich jemand aus unserem Stamm freiwillig. Die anderen sollten zu Wasser für den Pool holen, was zu dritt eher schwierig war. Wir holten uns von anderen Stämmen einen Bollerwagen, um damit große Wasserwannen zu transportieren. Wir überlegten uns eine geeignete Konstruktion um 3 Wasserwannen von dem Wasseranschluss zu unserem Zeltplatz zu befördern. Dies waren jeweils ca. 200 Meter hin und 200 Meter zurück. Da der Boden sehr uneben war, verschütteten wir immer sehr viel. Manchmal sind auch die Wasserwannen von dem Bollerwagen gefallen. Aber nach 3 Stunden Arbeit war der Pool fast voll und es gab Mittagessen. Danach hieß es: wieder Wasser holen. Nach ca. 45 Minuten war der Pool endlich voll. Bei dieser Hitze freuten sich die

meisten schon auf den Pool, der aber erstmal nur für Hersfelder zur Verfügung stand.

Am späten Nachmittag gab es noch AG’s, wo wir hin gingen. Nach den AG’s gab es auch schon Abendessen, worauf sich die meisten auch schon freuten. Danach setzten wir uns zusammen und sangen ein bisschen, bis die Kleinen schlafen gehen mussten. Die Kleineren putzen sich noch schnell die Zähne und legten sich „schlafen“. Der Rest saß noch am Feuer und sang ein bisschen. Und unser Stamm ging in eine der 5 Oasen und wir aßen noch ein bisschen, sangen und hatten Spaß zusammen. Danach gingen auch wir schlafen.

Am nächsten Tag gingen wir nach dem Frühstück in den Pool, denn es wurde sehr schnell sehr warm, was sich an den restlichen Tagen nicht änderte. Nach dem Mittagessen gab es die lang erwartete Lagereröffnung, welche uns nicht gerade begeisterte. Am restlichen Tag gab es noch ein paar AG’s und wir bauten noch ein Tor für unsere Kochgruppe. Dann gab es schon Abendessen, wonach die meisten schon schlafen gingen, denn es war schon sehr spät. Die, die noch wach waren verbrachten einen gemütlichen Abend.

An den darauffolgen Tagen bauten wir noch ein Katapult und nahmen an den AG’s Teil, auch wenn die AG’s nicht die Besten waren. Da Wittenberg nicht weit entfernt von uns war, fuhren wir ab und zu nach Wittenberg und kauften ein paar Sachen, wie Getränke oder erkundeten die schöne Stadt. Und es gab noch einen Gottesdienst a lá Rock and Roll.

Von Dienstagabend auf Mittwochmorgen hatten wir Nachtwache, obwohl es in dieser Nacht sehr stark stürmen sollte, also blieben ein paar auf dem Zeltplatz und passten dort auf. Der Sturm begann erst am frühen Morgen, als ich noch schlief. Am folgenden mittag schliefen die meisten noch, denn sie waren die ganze Nacht wach. Ein Teil des Küchenteams kümmere sich mit uns um das Frühstück. Erst am Nachmittag waren alle wach und wir überlegten uns, ob wir nach Berlin fahren sollten, denn Berlin war nicht weit entfernt. Am nächsten Morgen wurden wir versucht zu wecken, was erstmal nicht gelang, denn wir waren sehr müde. Als wir auch endlich aufgestanden waren, machten sich unser Stamm und Hann. Münden, die

anderen zwei Stämme hatten keine Lust, auf den Weg nach Berlin. Wir hatten einen schönen Tag in Berlin und gingen noch in einem schönen Restaurant essen. Wir kamen erst gegen Abend wieder am Zeltplatz an und hatten einen schönen Abend mit Singerunde und Gemeinschaftsspielen.

Am vorletzten Tag gab es noch einen interaktiven Lagerabschluss, welcher etwa 2 Stunden dauerte. Danach bauten wir die Kohten ab, denn wir schliefen die letzte Nacht in der Gemeinschaftstjurte, mit allen andern. Zuvor aber hatten wir einen schönen Abschluss mit den anderen am Lagerfeuer.

Der letzte Tag bestand darin die Jurten abzubauen und den Platz aufzuräumen. Nachdem alles soweit fertig war verabschiedeten wir uns alle voneinander und fuhren zurück; zurück Richtung Bad Hersfeld.

 

Gruß und Gut Pfad

Hendrik Botzonek

Weitblick VCP Bundeslager 2017
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